Mehr “gelb” für die Frau Staatssekretärin!

7. August 2010 | Von Julien Beck | Kategorie: Aktionen, News | Letzte Änderung: 17. August 2010 um 22:59 Uhr

Wie aus mehreren Quellen hervorgeht (die Studierendenschaft ist auf dem Campus in der vorlesungsfreien Zeit nicht persönlich vertreten), wurde von Frau Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen verordnet, dass die “Lübeck kämpft” Plakate vom Campus verschwinden müssen. Es ist anzunehmen, dass ein einzelner Mensch niemals genug von einer solch großartigen Aktion wie “Lübeck kämpft” bekommen kann. Um ihren Irrtum einsehen zu können bedarf es unser aller Hilfe .

Wir rufen dazu auf, Frau Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen eine eMail mit dem betreffenden Plakat zuzusenden.

cordelia.andressen@wimi.landsh.de

Nachtrag: Das Ministerium twittert nun, es habe keine derartige Anweisung gegeben. Wir glauben unseren Quellen und führen die Aktion fort, weisen aber auf den Tweet hin, der lautet:

Klarstellung: Anders als auf “Lübeck kämpft” zu lesen, gibt es keine Anweisung der Staatssekretärin, Protest-Plakate an Uni HL zu beseitigen

Eine ausführlichere Klarstellung des Pressesprecher des Ministeriums findet sich auch in den Kommentaren zu diesem Artikel.

Nachtrag: Als “Ein Gebot der Fairness” sehe ich es (als Verfasser dieses Artikels) an, den Menschen, der zu dieser Aktion als erster aufrief zu benennen:

Thomas Schalies – zu finden unter Schalies bloggt hat schon einige Tage vor Bekanntmachung auf dieser Seite zu selbiger Aktion aufgerufen.

Ich empfand die Idee als vielversprechend und verfasste kurzerhand einen Eintrag. Fairerweise muss klargestellt werden, dass Thomas Schalies Urheber der Idee ist.

Ich danke für den Hinweis und grüße Herrn Schalies – hoffentlich wurde nicht zu viel Eitelkeit verletzt bzw. die Fairness zu lang strapaziert.

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33 Kommentare
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  1. Zitat: “Wir rufen dazu auf, Frau Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen eine eMail mit dem betreffenden Plakat zuzusenden.”
    Das habe ich gerade gemacht. Und ich hoffe, viele tun es mir gleich.

  2. Soeben getan.

  3. erledigt!

  4. Erledigt!

    Ob das ihr Chef, dieser !absolut inkompetente! und wissenschaftsfeindliche De Jager zu verantworten hat?
    Sie ist ihm ja unterstellt.

  5. Da haben eine Kollegin und ich viel Zeit damit verbracht,das Zentralklinikum so schön mit den Plakaten zu “tapezieren” und die Staatssekr. weiß das nicht zu schätzen.
    Ich bin enttäuscht.
    Sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Service GmbH, welche nun die Plakate entfernen sollen,diese artfremde Tätigkeit ausgeübt haben,dann gibt es bestimmt eine Menge Leute,die sich Zeit nehmen um unser ZK wiederum zu verschönern:-))
    Übrigens,diese Mail kann man auch mehrmals an Frau Andreßen schicken.-))

  6. ob sie sich freuen wird? hoe hoe

  7. Sup Dawg, we heard you dislike yellow posters, so we put one in all your emails so you can dislike them wherever you are.

  8. Auch aus Bremen von einem im Herzen immer noch Lübecker. Erledigt !

  9. Liebe Studierende,

    ihr Mail-Schneeballsystem in allen Ehren – aber für das Ministerium möchte ich hier einmal eine dringende Klarstellung vornehmen: Es gab und gibt definitiv keine “Verordung”, wonach die gelben Plakate abgenommen werden sollen. Frau Andreßen hat so etwas auch an keiner Stelle geäußert oder auch nur sinngemäß zum Ausdruck gebracht. Es ist auch keine derartige Anweisung geplant.

    Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie diese Tatsache zur Kenntnis nehmen und die Hitzigkeit mancher (verunglimpfender) Formulierung hier im Forum noch einmal überdenken.

    Einen schönen Sonntag
    Harald Haase
    Pressesprecher des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr.

  10. Von mir hat sie auch eine Mail bekommen.

  11. Sehr geehrter Herr Haase,

    soweit ich sehen kann wurde in unserem Forum seit Mitte Juli kein neuer Beitrag geschrieben, da kann also kaum ein verunglimpfender Beitrag aufgrund der Hitzigkeit dieser Ereignisse entstanden sein. Für die Texte auf Seiten dritter fühlen wir uns nicht verantwortlich. Sollte es entgegen meiner Vermutung doch solche Äußerungen auf dieser Seite geben, so verlinken sie diese doch bitte. danke.

    Lukas Ruge
    AStA der Uni Lübeck

  12. Hallo Herr Ruge

    ich habe den Begriff “Forum” etwas weiter gefasst und meinte damit den Inhalt der Mails, die aufgrund des Aufrufs auf Ihrer Seite hier an Staatssekretärin Dr. Andreßen geschrieben wurden.

    Gruß
    Harald Haase

  13. Hallo Herr Haase,

    ich kann natürlich nur hoffen, das sich die meisten Teilnehmer der Aktion zivil verhalten, zu Verunglimpfung haben und werden wir nie aufrufen. Hoffen muss ich, weil ich die Texte ja nicht schreibe. Jeder Mensch kann natürlich zu jedem Zeitpunkt was auch immer er möchte an jeden anderen Menschen schreiben, dessen Emailadresse öffentlich ist. Ich gehe mal davon aus, dass jedes Regierungsmitglied ab und zu Mails erhält, die diffamierend oder gar beleidigend sind, aber mit der Aktion “Lübeck kämpft” hat das nichts zu tun. Wir haben lediglich dazu aufgerufen das Plakat per Mail zu verschicken.

    MfG
    Lukas Ruge

  14. Herzallerliebst!
    Lügen, Gemauschel, Dementi und Fetternwirtschaft sind ja nichts Neues für die Bürger Schleswig-Holsteins. Viel schöner ist es zu lesen, dass der Pressesprecher in diesem Rahmen nun öffentlich zugibt, wie wohlwollend die Arbeit des Ministeriums in den e-Mails honoriert wird.
    Vielleicht sollte irgendetwas aus den letzten Monaten einen Denkanstoß bewirken, nicht nur bei Frau Andreßen!
    Der Unmut und die Verunglimpfungen sind eine Berwertung Ihrer Arbeit und der des Ministeriums.

  15. hab auch eine Email losgschickt…
    Keineswegs beleidigend, jedoch mit Hinweis auf den als unqualifiziert angesehenen Satz:
    „Schleswig-Holstein ist zu klein, um gegeneinander zu arbeiten, auch wenn Lübeck denkt, es sei der Nabel der Welt“
    Der erste Teil war noch so vielversprechend… und dann der Absturz im zweiten Teil…
    äußerst unangebracht!

  16. Sehr geehrter Herr Haase,

    wie wäre es denn, wenn Frau Staatssekräterin Dr. Andreßen oder Herr Minister de Jager einen Anlass geben würden, “Dankesmails” anstelle von ggf. in E-Mails geäußerten Diffamierungen oder Verunglimpfungen zu versenden?

    Eines möchte ich klarstellen, ich bin kein Befürworter von (“inkognito”-)E-Mails mit beleidigendem Inhalt, kann aber durchaus nachvollziehen, dass eine derartige Ansammlung von politischer und (wirtschafts)wissenschaftlicher Inkompetenz in der Landeshauptstadt auf wenig Gegenliebe stößt. Das nun nicht alle der Versuchung widerstehen können, die E-Mail mit dem Protestplakat als Anhang mit ein wenig Text auszuschmücken, kann man niemandem verdenken.

    Viele Grüße
    Björn Zantopp

  17. Hey, heute hat ein Mann die Plakate im ZK abgehängt! Keine Ahnung wer das war, aber sah irgendwie offiziell aus!

  18. das kann ich bestätigen!
    ausser denen, wo man eine leiter bräuchte

  19. Na dann haben sich meine Quellen doch als zuverlässig erwiesen. Ok, Frau Andreßen! Weder ist die Universität gerettet ( wo ist was schriftliches?), noch ist der kampf überhaupt vorbei,denn die Uniklinik soll noch immer privatisiert werden.
    Deshalb werden DEMNÄCHST diese und andere Plakate wieder hängen.
    Die Zeit nehme ich mir:-)))!
    Sie werden die Protestbewegung nicht kleinkriegen oder ignorieren können, wir machen weiter!
    Wie lange?
    Bis diese Landesregierung eine Politik für die Menschen in diesem Land macht und nicht an Bildung, Kultur, Jugend und Gesundheit spart!

    Also lasst uns weitermachen!

    kämpferische Grüße Ingo Hoffmann

  20. Mir scheint, da kann jemand mit den Geistern, die sie rief, nicht umgehen? Nicht, dass ich diffamierende Äusserungen in den emails (sollte es diese denn geben) tolerieren und verteidigen möchte, aber jemand, der sich vor eine ganze Stadt stellt und diese belügt, demütigt und diffamiert, kann jetzt nicht wirklich als Opfer dargestellt werden, da die Frau Dr. eventuell ein paar emails bekommt, die genau in dieser Art und Weise geschrieben wurden?
    Nein, auch eine Person des öffentlichen Lebens sollte nicht beleidigt werden, aber wem es in der Küche zu heiss ist, sollte einfach nicht kochen.

  21. ZK = Zentralklinikum?

    Gibt es Patienten die sich beschwert haben?

    Sollte das tatsächlich auf “den Mist der Frau Staatssekretärin gewachsen sein”, dann frage ich mich wo ich hier lebe. Politische Kritik ist nicht erwünscht?!? Das hätte ich in Burma erwartet, nicht aber in der Bundesrepublik Deutschland! Fahren auf dem Holstentor Platz bald Panzer auf oder werden Personen, die lautstark Kritik äußern, einfach weggesperrt? Seitdem jede Menge Sexualstraftäter entlassen werden dürfte in den Gefängnissen ja ausreichend Platz vorhanden sein (sorry – passt/gehört hier nicht her aber irgendwie rege ich mich grad ein wenig auf!)

    Teilweise frage ich mich wirklich ob in diesem Land alles so richtig läuft…

    Viele Grüße
    Björn Zantopp

  22. …dann müssen bei der nächsten Gelegenheit eben die Plakate die abgenommen wurden sofort wieder aufgehängt werden, es wird sich ja zeigen wer den längeren Atem hat.

    Uni gerettet? Ich glaub da nix mehr, so lange Frau Andreßen und Herr de Jager noch was zu melden haben.

  23. Kann einfach nicht sein, dass in einem Land in dem Meinungsfreiheit herrscht, Plakate von der Landesregierung verboten und abgehängt werden. Also: Jeder der ein Plakat in die Hände bekommt sollt es direkt wieder aufhängen! :)

  24. Sehr geehrter Herr Minister De Jager, sehr geehrte Frau Andreßen,

    wenn Sie auch nur etwas Anstand gehabt hätte, dann wären Sie beide für die miserable Arbeit, die Sie in den letzten Monaten abgeliefert haben zurücktreten. Ich denke das Schwarz Gelb in SH nach dieser Sache keine Zukunft mehr hat und entgültig bei den Bürgern verspielt hat. Ich hoffe, dass man das was hier gelaufen ist, nicht so schnell vergessen wird. Wir die Studenten werden es sicher nicht vergessen! Bei der nächsten Landtagswahl wird sich das Problem mit einigen Ministern in Kiel hoffentlich gelöst haben.

    Leute hängt eure Plakate wieder auf, wir lassen uns aus Kiel nicht vorschreiben, wie wir unseren Protest gegen diese Landesregierung zu führen haben! Und wie gesagt noch gibt es nichts Schriftliches.

  25. ……und so lange es nichts Schriftliches gibt, klebt das Plakat : ” Lübeck kämpft für seine Uni” auch an meinem Auto. Ich wohne in Sieverstedt und möchte weiterhin “auf Lübeck” aufmerksam machen und somit öffentlich solidarisch sein.

  26. Hallo Leute!

    Ich habe der Frau Staatssekretärin am 7. August folgende Mail geschrieben, nachdem ich die entsprechenden Pressemitteilungen gelesen hatte:

    “Sehr geehrte Frau Staatssekretärin,

    durch eine Pressemitteilung habe ich so eben von Ihrer Anordnung an
    die Universität zu Lübeck erfahren, man solle die “Lübeck
    kämpft!”-Plakate abnehmen. Als Student an der Uni interessiert mich
    nun, weshalb Sie diese Anordnung bereits jetzt geben, wo es doch noch
    keine endgültigen Sicherheiten für die Durchsetzung der Ziele dieser
    Protest-Aktionen gibt? Sollte ich mich irren, bitte ich um eine
    richtigstellende Erklärung.

    Ich hoffe, dass Sie folgendes verstehen: die Aktionen sind noch nicht
    beendet, so lange wir noch nicht die sichtbaren Zeichen unserer Arbeit
    sehen und unsere Universität in Sicherheit wiegen. Entsprechend werden
    wir keinesfalls Plakate entfernen.

    Ich würde mich über eine kurze Stellungnahme von Ihnen freuen.”

    Heute, am 12. August, bekam ich die nachfolgende Antwort:
    “Sehr geehrter Herr Drews,

    Frau Staatssekretärin Dr. Andreßen dankt Ihnen für Ihre wohltuend differenzierte Nachfrage und bat mich, Ihnen folgende Richtigstellung unseres Pressesprechers, vom letzten Sonntag, zu übermitteln:

    Liebe Studierende,

    ihr Mail-Schneeballsystem in allen Ehren – aber für das Ministerium möchte ich hier einmal eine dringende Klarstellung vornehmen: Es gab und gibt definitiv keine “Verordung”, wonach die gelben Plakate abgenommen werden sollen. Frau Andreßen hat so etwas auch an keiner Stelle geäußert oder auch nur sinngemäß zum Ausdruck gebracht. Es ist auch keine derartige Anweisung geplant.

    Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie diese Tatsache zur Kenntnis nehmen und die Hitzigkeit mancher (verunglimpfender) Formulierung hier im Forum noch einmal überdenken.

    Harald Haase
    Pressesprecher des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr

    Mit freundlichen Grüßen
    Judy Taubitz”

    Tja, was soll man glauben? Sagen wir so, man kann mit Sicherheit annehmen, dass die Frau Staatssekretärin etwas hat verlauten lassen, was jemand aus der Presse entsprechend aufgefasst und in den Mittelpunkt seines Artikels gerückt hat. Sagen wir mal so: uns kann’s egal sein, so lange die Plakate hängen bleiben und unsere Aktion bis zu den endgültigen Beschlüssen weiter geht. Die Frau Staatssekretärin hat in jedem Fall mit ihrer Äußerung, und sei diese noch so klein und in ihren Augen unbedeutend gewesen, der Lübeck-kämpft!-Aktion frischen Wind gegeben.

    An dieser Stelle aber auch noch der Hinweis, dass es in meinen Augen besser wäre, wenn tatsächlich stets von allen unter uns daran gedacht werden würde, dass sachliche Kommentare oft viel eher ihre Wirkung erzielen, als schnell geschossene Beleidigungen. Soll nicht heißen, dass man irgendjemandem Honig ums Maul schmieren soll, sondern dass man auch Kritik harsch, unmissverständlich und dennoch fair äußern kann. Auch Politker sind (leider) Menschen, und da spielt nun mal immer auch das subjektive Empfinden mit, wenn man mit ihnen redet.

    Viele Grüße,
    Helge

  27. http://www.ln-online.de/artikel/2833879

  28. [...] hierzu aufgerufen hätten. Das stimmt, wie ich mich heute auf der Internet-Seite der „Lübeck-kämpft“-Aktion überzeugen konnte. Eigentlich freut es mich natürlich sehr, dass meine Anregung auch unter den [...]

  29. Also ich für meinen Teil glaube diese Richtigstellung des Pressesprechers (wie alles andere was von de Jager und Konsorten kommt) natürlich sofort! Mal Hand auf´s Herz, haben uns die Politiker in SH schon jemals belogen…?

  30. Bitte Nachtrag beachten.

  31. @jJulien Beck: Herzlichen Dank und herzliche Grüße zurück! Nun ist der Eitelkeit und dem Gerechtigkeitsempfinden eines alten Mannes Genüge getan! :-) ))))))

  32. Im Gebäude 64 wurden alle Plakate, die ich seinerzeit in die Fenster des runden Treppenhauses zum Parkplatz hin aufgehängt habe, offensichtlich heute Nacht entfernt….. :/

  33. bezüglich des Nachtrages…

    Herr Schalies hat in seinem initialen Beitrag ( http://schalies.wordpress.com/2010/08/07/lubecker-bedankt-euch-bei-der-lieben-frau-staatssekretarin/ ) erwähnt woher die “Idee” stammt. Die LN schreibt daher, aus meiner Sicht korrekt, ~”aufgerufen haben dazu “Lübeck kämpft” (die Studenten) und Herr Schalies” (als Teil von Lübeck kämpft? ;-) ).

    Herrn Schalies Eitelkeit hin oder her, der Hinweis auf die Adresse kam aus dem Sympatisantenkreis von “Lübeck kämpft” und darf gerne von jedem aufgegriffen werden. Streitigkeiten bzgl. nicht vorhandener “Urheberrechte” sollte es aber zumindest mit den Autoren dieser Seite nicht geben.